Sinternzeche

Wurde das Erz anfänglich nur von der Oberfläche abgegraben (Molterfeld unterhalb dieses Wegs), mußte dem Erzgang schon bald in die Teufe gefolgt werden. Immer tiefere Pingen und Haspelschächte waren nötig, um das Erz zu erreichen. Probleme bei Wasserhaltung und Förderung brachten die meisten Gruben zum Stillstand. Erst das Anlegen von Stollen und eine verbesserte Pumpentechnik machten den Bergbau in größeren Teufen möglich.

Sinternzeche 1

Skizze(n): M.Döring (Ferndorf): “Eisen und Silber, Wasser und Wald“, Verlag die Wielandschmiede, Kreuztal

Der Bergbau im Gebiet der Eisernhardt wird erstmals 1465 urkundlich erwähnt. Ein Bergwerkseigentümer, “Gerhardt Lutener von Isern“, wird in einer Urkunde genannt. Die auf der Kuppe des Berges hinterlassenen Spuren sind aber weit älter. Funde der mittelalterlichen- und keltischen Verhüttung (ab 500 v.Chr.) im Umfeld der Eisernhardt unterstützen diese Vermutung. Hier im Feld der alten Sinternzeche liegen wohl die Anfänge des Bergbaus auf der Eisernhardt. Zahlreiche Vertiefungen im Waldboden zeigen noch heute die alten Molterkuhlen (ober- und unterhalb dieses Wegs), Pingen und Schächte an. Viele Hinterlassenschaften der vergangenen Bergbauepochen werden nicht als Zeugen der Montangeschichte des Siegerlandes gesehen, sondern, wie hier geschehen, als Erdmülldeponien missbraucht und zugeschüttet. So wurden die meisten Spuren des Altbergbaus auf der Kuppe der Eisernhardt für immer verdeckt oder sogar vernichtet.

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